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Björn Weckström
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Björn Ragnar Weckström wurde am 8. Februar 1935 in Helsinki, Finnland, geboren. Er absolvierte die Goldschmiedeschule Helsinki im Jahr 1956 und eröffnete bald darauf sein eigenes Atelier in der Hauptstadt. Seine frühen Arbeiten spiegelten die klaren Linien des skandinavischen Modernismus wider, doch in den späten 1950er und 1960er Jahren löste er sich zunehmend vom konventionellen Goldschmiedehandwerk und wandte sich etwas Radikaleren zu: Schmuck, der als Miniaturskulptur konzipiert war.
Der formale Durchbruch gelang 1963, als Weckström begann, mit Pekka Anttilas Schmuckmanufaktur Kruunu-Koru Oy zusammenzuarbeiten, dem Unternehmen, das später zu Lapponia Jewelry werden sollte. Weckström selbst schlug den Namen Lapponia vor und hielt ihn sowohl evokativ als auch international lesbar. Zwei Jahre später, beim Internationalen Schmuckwettbewerb in Rio de Janeiro 1965, gewann seine Halskette aus Gelbgold und Turmalin „Flowering Wall“ den Grand Prix, was Lapponia auf die globalen Märkte katapultierte und Weckström als führende Stimme im zeitgenössischen Schmuckdesign etablierte.
Weckströms reife Ästhetik basiert auf rauen, matten Oberflächen, asymmetrischen Formen, ungeschliffenen Halbedelsteinen und einer bewussten Ablehnung des polierten Finishs, das mit Luxusschmuck assoziiert wird. Er behandelte Metall so, wie ein Bildhauer Bronze oder Ton behandelt, und entlockte Edelmetallen organische Texturen. 1969 entwarf er für Lapponia die Halskette „Planetoid Valleys“ aus Sterlingsilber, ein Werk, das breite öffentliche Anerkennung erlangte, als Carrie Fisher es 1977 als Prinzessin Leia in George Lucas' Star Wars trug. Er war auch der erste Designer, der Silber und Acryl radikal in Schmuckstücken kombinierte, am auffälligsten in Stücken wie dem Ring „Petrified Lake“, der nach dem Tragen durch Yoko Ono in der Dick Cavett Show 1975 internationale Aufmerksamkeit erregte.
Ab 1980, inspiriert von den Bronzekriegern von Riace, denen er in Italien begegnete, wandte sich Weckström zunehmend großformatigen narrativen Bronzeskulpturen zu und griff Themen aus der griechischen Mythologie mit derselben expressiven Direktheit wieder auf, die seinen Schmuck charakterisiert hatte. Er unterhält Ateliers sowohl in Espoo, Finnland, als auch in Italien und arbeitet weiterhin disziplinübergreifend. Seine Autobiografie Mitt liv som Björn wurde 2018 von Bazar veröffentlicht.
Weckströms Werke werden regelmäßig auf Auktionen in der gesamten nordischen Region und international angeboten, wobei Käufer sowohl seine Lapponia-Schmuckeditionen als auch seine Skulpturen suchen. Mit 381 auf Auctionist gelisteten Objekten erzielen seine Stücke ein beständiges Sammlerinteresse, was die Beständigkeit einer Vision widerspiegelt, die stets an der Schnittstelle von bildender Kunst und angewandtem Handwerk angesiedelt war.