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Birgitta Liljebladh
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Birgitta Liljebladh wurde am 11. November 1924 in Göteborg geboren und verbrachte fast ihr ganzes Leben in dieser Stadt. Sie studierte zunächst an der Slöjdföreningsskolan (der Schule des Handwerksverbandes) in Göteborg, zog dann nach Stockholm, wo sie 1945 an der Radierklasse des Königlichen Kunstinstituts aufgenommen wurde, gefolgt vom Malereiprogramm der Schule von 1946 bis 1951. Diese doppelte Ausbildung in Druckgrafik und Malerei prägte die technische Bandbreite ihrer späteren Karriere.
Nach ihrem Abschluss unternahm Liljebladh Studienreisen nach Frankreich, Italien, England und Jugoslawien, wo sie europäische Strömungen aufnahm und gleichzeitig eine eigene malerische Stimme entwickelte. Ihr öffentlicher Durchbruch gelang ihr 1954 mit einer Einzelausstellung in der Galleri Gummesons in Stockholm – einer Galerie, die für mehrere bedeutende schwedische Künstler der Mitte des 20. Jahrhunderts als Sprungbrett diente. Die Ausstellung etablierte sie als Malerin ausdrucksstarker Gesichter und Stillleben, die in hellen Farben gearbeitet waren.
Ab den späten 1950er Jahren begann sie eine lange Zusammenarbeit mit der Stockholmer Galerie Färg och Form, die bis zur Schließung der Galerie im Jahr 2002 andauerte. In der gleichen Zeit nahm sie eine Lehrtätigkeit an der Valands Kunsthochschule in Göteborg auf, wo sie jahrzehntelang blieb. Die Lehrtätigkeit führte dazu, dass sie sich etwas vom Ausstellungsbetrieb zurückzog, obwohl sie weiterhin beständig malte und die von ihr entwickelte figurative Sprache vertiefte. Die Gesichter – oft frontal, mit lockerem, energischem Pinselstrich gemalt – wurden zu ihrem bekanntesten Motiv.
1982 ereigneten sich fast gleichzeitig zwei bedeutende Dinge: Liljebladh nahm an einer Ausstellung im Museum of Modern Art in New York teil und wurde zum Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Schönen Künste (Konstakademin) gewählt. Beide Anerkennungen kamen nach Jahren der Arbeit weitgehend außerhalb des Rampenlichts. Ihre Gemälde befinden sich in den Sammlungen des Moderna Museet in Stockholm, des Göteborg Museum of Art und regionaler Museen in Jönköping und Linköping. Sie starb am 24. September 2014, ebenfalls in Göteborg, im Alter von 89 Jahren.
Auf dem Auktionsmarkt erscheint Liljebladhs Werk hauptsächlich über schwedische Regionalhäuser und bei Bukowskis, das den größten Anteil ihrer Lose abwickelte. Die auf Auctionist verzeichneten 14 Lose umfassen Gemälde, Druckgrafiken und Mischtechniken; aktive Auktionshäuser mit ihrem Werk sind Bukowskis Stockholm, Metropol und Halmstads Auktionskammare. Die verzeichneten Endpreise sind tendenziell bescheiden und entsprechen einem mittleren Marktsegment für Werke einer Künstlerin, deren Vermächtnis eher in ihrer Lehrtätigkeit und ihren langjährigen Galeriebeziehungen als auf dem Kunstmarkt liegt.