
KünstlerSwedish
Birger Åström
1 aktive Artikel
Birger Åström wurde am 25. November 1930 in Ås bei Örnsköldsvik in der schwedischen Region Ångermanland geboren. Der von ihm eingeschlagene Weg war nicht der erwartete – er sollte eigentlich Konditor werden –, doch die Keramik zog ihn in eine ganz andere Richtung. 1952 eröffnete er sein eigenes Atelier und gründete fünf Jahre später BeKå Keramik an der Åsvägen in Örnsköldsvik.
Von Anfang an baute Åström die Atelierinfrastruktur selbst auf. Er konstruierte die Öfen in der Werkstatt von Hand, mischte seine eigenen Tonmassen, experimentierte mit Glasuren und goss seine eigenen Gipsformen. Diese Eigenständigkeit war typisch für die skandinavische Studiokeramik der Nachkriegszeit, als Handwerker außerhalb der großen Designzentren Stockholm oder Göteborg weitgehend unabhängig arbeiteten und persönliche Ausdrucksformen ohne institutionelle Unterstützung entwickelten.
Die frühe Produktion bei BeKå war praktisch – funktionale Schalen, Vasen und Kerzenhalter, die in Serie gefertigt wurden. Im Laufe der Zeit verlagerte sich die Arbeit hin zu dekorativen Steinzeug- und Steingutobjekten mit stärkerem skulpturalem Charakter. Tierfiguren wurden zu einem Markenzeichen des Ateliers: Füchse, Katzen, Pferde und Moltebeeren, die mit einer ruhigen, geometrischen Ökonomie wiedergegeben wurden, die die Werke fest in der skandinavischen Moderne der 1960er und 1970er Jahre verankert. Wandreliefs mit Pferdemotiven tauchen häufig auf Auktionen auf und gehören zu den gefragtesten Arbeiten des Ateliers.
Neben kleineren Atelierarbeiten übernahm Åström auch öffentliche Aufträge in Beton. Ein bemerkenswertes Beispiel ist "Sjöluren", eine große Skulptur, die ursprünglich vor seiner Werkstatt an der Åsvägen stand und schließlich auf einen Kreisverkehr an der Sjögatan umzog, bevor sie einen dauerhaften Platz vor dem Kulturzentrum Ting1 im Zentrum von Örnsköldsvik fand. Diese öffentlichen Arbeiten verliehen dem Atelier eine Präsenz in der physischen Landschaft der Stadt, die bis heute Bestand hat.
1991 zog sich Åström aus der Vollzeitproduktion zurück und widmete sich der Keramik als Hobby in einer Werkstatt an der Hampnäsvägen in Själevad. Er verstarb 2020 und hinterließ ein Werk, das Gebrauchskeramik und öffentliche Skulptur über vier Jahrzehnte hinweg umfasst. Auf Auctionist sind 20 Objekte katalogisiert, wobei die Mehrheit von Norrlands Auktionsverk und Stadsauktion Sundsvall – regionalen Auktionshäusern in Åströms Heimatregion – bearbeitet wird. Zu den höchsten verzeichneten Verkäufen gehören Wandreliefs und Steinzeugvasen, mit Preisen im Bereich von 300-1.000 SEK. Die bescheidene Preisspanne spiegelt eine Sammlerschaft wider, die weitgehend regional bleibt, obwohl das Interesse an skandinavischer Studiokeramik der Nachkriegszeit international wächst.