
KünstlerSwedish
Bill Flodin
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Bill Flodin wurde am 2. Mai 1934 in Nordmaling, einer kleinen Gemeinde in Västerbotten im Norden Schwedens, geboren. Den größten Teil seines kurzen Arbeitslebens verbrachte er in Borås, der westschwedischen Textilstadt, wo er am 9. März 1976 im Alter von 41 Jahren starb. Seine gesamte künstlerische Laufbahn erstreckte sich über etwa ein Jahrzehnt, doch das von ihm hinterlassene Werk ist konsistent und sofort erkennbar.
Flodin war Autodidakt. Er besuchte nie eine Kunstschule oder Akademie, sondern entwickelte seine Technik durch Beobachtung, Übung und eine Reihe von Studienreisen, die ihn durch die nordischen Länder, Deutschland und Frankreich führten. Diese kontinentale Erfahrung half ihm, Strömungen der europäischen figurativen und semi-abstrakten Malerei aufzunehmen, ohne formell einer Schule oder Bewegung anzugehören. Das Ergebnis war eine persönliche Ausdrucksform, die in Handwerk verwurzelt, aber von einem echten Gespür für Komposition geprägt war.
Was sein Werk auszeichnet, ist die Betonung starker schwarzer Umrisse. Wo viele Maler seiner Generation zur atmosphärischen Auflösung der Form neigten, ging Flodin den umgekehrten Weg – er zog feste schwarze Kompositionslinien um seine Bildobjekte und ließ diese Grenzen bestehen. Innerhalb und gegen sie setzte er abstrakte Arabesken, oft in Blau und Rot, die seinen Bildern eine fast grafische Energie verliehen, ohne vollständig in die Abstraktion abzugleiten. Seine Motive reichen von Landschaften und Tieren – Pferde sind ein wiederkehrendes Motiv, ebenso wie Szenen mit Vögeln – bis hin zu Figuren und Blumen. Viele Leinwände sind nicht nur mit seinem Namen, sondern auch mit einem Daumenabdruck signiert, ein Zeichen, das zu einer seiner Visitenkarten auf Auktionen geworden ist.
Er nahm an Gruppenausstellungen in Stockholm, Halmstad und mehreren anderen schwedischen Städten teil und hatte Einzelausstellungen in Göteborg und Ulricehamn. Sein Werk wird heute hauptsächlich über regionale Auktionshäuser im Götaland-Gebiet gehandelt – darunter Gomér & Andersson in Linköping, Göteborgs Auktionsverk und Borås Auktionshall. Angesichts der Kürze seines Lebens und seiner Karriere ist sein Output mengenmäßig bescheiden, was seine Werke präsent hält, ohne den Sekundärmarkt zu übersättigen.