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Bertil Lundgren
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Bertil Lundgren wurde 1900 geboren und verbrachte einen Großteil seines Lebens in und um Nynäshamn, der Küstenstadt südlich von Stockholm an der Ostsee. Dort starb er 1979, nachdem er ein ruhiges, aber kohärentes Werk geschaffen hatte, das zu seinen Lebzeiten weitgehend außerhalb des Mainstreams der schwedischen Kunstinstitutionen blieb.
Lundgren arbeitete in einer Reihe von Medien – Öl auf Platte, Öl auf Leinwand, Pastellkreide auf Papier, Aquarell, Gouache und Grafik. Unabhängig vom Medium war Farbe das zentrale Strukturelement in seinem Werk. Er ließ Motive einen von einem Schriftsteller beschriebenen lyrischen Filter durchlaufen, bei dem die Farbe statt der Form die Komposition trägt. Sein Ansatz stellte ihn in eine Tradition des nordischen Tonalismus und der postimpressionistischen Landschaftsmalerei, obwohl er sich nie explizit einer Bewegung anschloss.
Sein Sujet war geografisch spezifisch: die Hafenbereiche von Nynäshamn, die Küsten von Öland, Orte wie Lövhagen, Järflotta, Torö und Nicksta. Diese Orte tauchen in seinen Gemälden über mehrere Jahrzehnte hinweg immer wieder auf – datierte Werke reichen von den frühen 1950er Jahren bis in die späten 1960er Jahre. Der schwedische Schärengarten im Winter war ein wiederkehrendes Thema, mit Werken, die Eisbruch („Islossning“), Schnee auf Feldern („Snö på åker“) und das Licht der späten Sommerküsten („Sensommar“) darstellen. Er nahm in den 1940er Jahren an jury-ausgewählten Ausstellungen teil, unter anderem bei C.M. Holmquist in Stockholm, was zeigt, dass er trotz des Fehlens einer öffentlichen Positionierung eine gewisse Präsenz in der professionellen Kunstwelt hatte.
Lundgren arbeitete in enger künstlerischer Nähe zu Fritz Holmer und Viktor Tesser, mit denen er einen informellen Kreis teilte, der sich auf die Landschaften an der Ostsee konzentrierte. Nach seinem Tod organisierten seine Söhne Orvad, Ove, Rolf und Ryno eine Gedenkausstellung in der späteren Nynäshamns Sparbank – eine posthume Anerkennung, die seinem Werk neue Aufmerksamkeit verschaffte.
Hinweis: Der Datenbankeintrag für Bertil Lundgren auf Auctionist kombiniert zwei unterschiedliche Künstler mit dem Namen – den Maler (1900-1979) und einen Keramiker (geb. 1934), der in den 1970er Jahren Steinzeug und Wandteller für Rörstrand schuf. Unter den 46 Losen sind 28 Gemälde (Öl, Pastell, Aquarell unter der Bezeichnung 1900-1979) und 18 Keramiken und Porzellan (Rörstrand Steinzeug). Top-Auktionsergebnisse umfassen eine Rörstrand Steinzeugskulptur für 2.247 SEK und Gemälde, die rund 1.100 SEK erreichten. Werke wurden bei Stockholms Auktionsverk Magasin 5 (27 Lose) und mehreren anderen schwedischen Häusern angeboten.