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Bertil Lundberg
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Klas Bertil Lundberg wurde am 16. Dezember 1922 in Lund, in der südschwedischen Provinz Skåne, geboren und starb am 3. Februar 2000 in Malmö. Er absolvierte eine Ausbildung an der Skånska målarskolan, bevor er sein Studium in Paris fortsetzte. Diese Ausbildung verband eine Verankerung in den südschwedischen Kunsttraditionen mit der Auseinandersetzung mit der europäischen Nachkriegsavantgarde.
Lundberg arbeitete hauptsächlich in der Kupferdruckgrafik und entwickelte einen Ansatz, bei dem die Bildentstehung aus einem Zusammenspiel von Zufall und technischer Kontrolle entstand. Nachdem er die Grundlagen auf der Platte gelegt hatte, arbeitete er mit Werkzeugen und Chemikalien, um Formen auftauchen und sich auflösen zu lassen – und erforschte Themen wie Ursprung und Ende, Schwarze Löcher und das, was er als unendliche Zeit beschrieb. Die daraus resultierenden Drucke sind abstrakt und prozessorientiert, ihre Oberflächen tragen eine Qualität, die sich einer einfachen Kategorisierung innerhalb einer einzelnen Bewegung widersetzt.
1964 gründete die ABF die Målarskolan Forum in Malmö, und Lundberg wurde dort Lehrer für Grafik. Die Schule wuchs unter seinem Einfluss zur Grafikskolan Forum heran, erhielt schließlich staatliche Mittel und wurde in den 1980er Jahren in die Malmö konsthögskola (die Kunsthochschule Malmö) eingegliedert. Lundberg lehrte dort bis zum Ende des Jahrzehnts und prägte die grafische Kunsterziehung von Generationen schwedischer Künstler. 1984 wurde ihm der Professorentitel verliehen.
Seine Werke gelangten in die Sammlungen von Institutionen in ganz Schweden und international: Moderna museet in Stockholm, die Kunstmuseen von Göteborg, Kalmar und Malmö, das Statens Museum for Kunst in Kopenhagen, das Institut Français in Kopenhagen, das Musée d'Art Moderne in Algier und die Biblioteca Nacional José Martí in Havanna. Diese internationale Verbreitung spiegelt sowohl die Qualität seiner Druckgrafik als auch die Reichweite der schwedischen Kulturdiplomatie während der Jahrzehnte des Kalten Krieges wider.
Auf dem schwedischen Auktionsmarkt sind Lundbergs 17 auf Auctionist verzeichneten Objekte zwischen Gemälden und grafischen Arbeiten aufgeteilt, mit einer herausragenden Sterling-Silbervase, die 1968 in Stockholm gefertigt wurde – eine Erinnerung daran, dass seine Praxis sich auch auf die angewandte Kunst erstreckte. Verkäufe fanden bei Häusern wie Crafoord Auktioner in Lund, Limhamns Auktionsbyrå, Garpenhus Auktioner und Helsingborgs Auktionskammare statt, eine südschwedische Konzentration, die die Malmöer und Skåner Wurzeln seiner Karriere widerspiegelt. Spitzenpreise erreichten 4.800 SEK für das Silberobjekt, während signierte und nummerierte Radierungen typischerweise im Bereich von 350–500 SEK verkauft wurden.