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Bengt Orup
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Bengt Orup führte ein doppeltes kreatives Leben und teilte seine Energie mit gleichem Engagement zwischen Glasdesign und Malerei auf. Geboren am 13. Oktober 1916 in Lindesberg in Mittelschweden, studierte er von 1933 bis 1938 an der Otte Skold Kunstschule in Stockholm und verbrachte dann 1938 Zeit in Paris an der Académie de la Grande Chaumière und der Académie Colarossi. Die Pariser Ausbildung gab ihm ein Malerauge für Farbe und Form, das er in die schwedische Glasindustrie einbringen sollte.
1951 wurde Orup künstlerischer Leiter der Glashütte Johansfors in Småland, wo er bis 1962 tätig war. Dies war eine produktive Zeit, die seinen Ruf als Glasdesigner etablierte. Er schuf alltägliches Tafelgeschirr, Schalen, Vasen und Karaffen, von denen mehrere zu Klassikern wurden: die Serie "Strikt" (klare geometrische Linien), "Party", "Stripe" und "Chevalier" sind heute begehrte Sammlerstücke. Sein Ansatz verband die utilitaristischen Anforderungen von Tafelgeschirr mit der Farbsensibilität eines ausgebildeten Malers. Zwischen 1963 und 1966 arbeitete er in einem neu gegründeten Glasstudio in Hyllinge bei Helsingborg und kehrte von 1967 bis 1973 nach Johansfors zurück.
Orups Malpraxis verlief parallel zu seiner Glas-Karriere. Seine Landschaften, die oft südschwedische Szenen um Laröd und Helsingborg darstellen, zeigen eine sichere Beherrschung von Holzschnitt- und Öltechniken. Die geometrischen Muster und kräftigen Farbflächen in seinem grafischen Werk deuten auf die gleiche formale Klarheit hin, die seine Glasdesigns kennzeichnete.
Seine Werke sind im Nationalmuseum für Kunst und Design in Stockholm, im Museum of Modern Art in New York, im Victoria and Albert Museum in London und im Moderna Museet in Stockholm vertreten.
Auf Auktionen erscheinen Orups Glasarbeiten und Gemälde bei Häusern in Südschweden, darunter Helsingborgs Auktionskammare, Stockholms Auktionsverk Helsingborg, Garpenhus Auktioner und Formstad Auktioner. Komplette Glasservices wie das 53-teilige "Strikt"-Service erzielen 9.000 SEK, während seine Gemälde für rund 7.000 SEK gehandelt werden. Die 171 Objekte auf Auctionet, aufgeteilt zwischen Glas und bildender Kunst, spiegeln seine doppelte Praxis wider.