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KünstlerSwedish

Bengt Nordenberg

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Bengt Nordenberg wurde am 22. April 1822 in Jämshög, einem Dorf im waldreichen Blekinge im Süden Schwedens, geboren. Er war eines von neun Kindern in einer armen Familie, und sein Weg zur Kunst begann als praktische Angelegenheit: Er wurde bei einem Anstreicher in der nahegelegenen Stadt Sölvesborg in die Lehre gegeben. Dort keimte jedoch ein ernsterer Ehrgeiz auf. 1843 machte er sich auf den Weg nach Stockholm und schrieb sich an der Königlichen Schwedischen Kunstakademie ein, was den Beginn einer formalen Ausbildung markierte, die ihn schließlich weit weg von den Landschaften führen sollte, die er zu malen aufwuchs.

1851 verließ Nordenberg Stockholm in Richtung Düsseldorf, damals eines der einflussreichsten Zentren der akademischen Malerei in Europa. Er studierte zunächst bei dem Historienmaler Theodor Hildebrandt, dann bei dem norwegischen Genremaler Adolph Tidemand. Tidemanns Einfluss erwies sich als entscheidend: Seine Methode, skandinavische ländliche Bräuche mit sorgfältiger Beachtung von Tracht, Interieurdetails und erzählerischem Gefühl zu dokumentieren, wurde zu einem Vorbild, das Nordenberg für seine eigenen schwedischen Motive adaptierte. Er trat auch dem Künstlerverein Malkasten bei, wo er von 1856 bis 1889 Mitglied blieb.

Ein schwedisches Reisestipendium des Staates im Jahr 1856 ermöglichte es ihm, seine Ausbildung weiter zu vertiefen. Er verbrachte über ein Jahr in Paris und studierte bei dem französischen Historienmaler Thomas Couture, machte einen weiteren Stopp in Düsseldorf und reiste im Herbst 1858 nach Rom. Danach kehrte er nach Düsseldorf zurück und ließ sich dort dauerhaft nieder, was es zu seiner Basis für die verbleibenden vier Jahrzehnte seiner Karriere machte. Von Deutschland aus schuf er Gemälde, die auf Erinnerungen und Skizzen des schwedischen Provinzlebens basierten, insbesondere aus Dalarna, Skåne und seiner Heimat Blekinge.

Seine Leinwände zeigen typischerweise häusliche und gemeinschaftliche Szenen: Familien in Bauernhausinterieurs, spielende Kinder, Versammlungen um Herde, Abschiede vom Elternhaus. „Zehntensammlung in Skåne“ (1865), heute im Nationalmuseum in Stockholm, fängt eine wohlhabende ländliche Steuereintreibung mit der dokumentarischen Präzision und nostalgischen Wärme ein, die den Ansatz der Düsseldorfer Schule zur nordeuropäischen Genremalerei definierte. „Abschied vom Elternhaus (Dalecarlische Szene)“ (ca. 1870) gehört zu seinen international bekanntesten Werken. Neben seiner Genremalerei schuf er auch Altarbilder und religiöse Gemälde und gab Privatunterricht für mehrere schwedische Künstler, darunter Peter Eskilsson und seinen Neffen Henrik Nordenberg.

Sein Werk ist im Nationalmuseum in Stockholm, im Nordiska Museet und im Kunstmuseum Göteborg vertreten. Nordenberg starb am 18. Dezember 1902 in Düsseldorf und verbrachte den Großteil seines Erwachsenenlebens als schwedischer Künstler, der in Deutschland arbeitete.

Auf Auktionen werden seine Gemälde sowohl in norwegischen als auch in schwedischen Häusern gehandelt, was die skandinavischen Motive widerspiegelt, die sein Werk definieren. Auf Auctionist wurden 17 Lose verzeichnet, mit Spitzenpreisen von 98.000 NOK für „Høytlesning“ (1854) und 80.000 NOK für „Kvinne og barn i en årestue“ (1883). Grev Wedels Plass Auksjoner, Metropol und Stockholms Auktionsverk sind die Häuser, die am aktivsten mit seinem Werk handeln. Gemälde sind mit 12 von 17 verzeichneten Losen bei weitem die dominierende Kategorie.

Bewegungen

Düsseldorf school of paintingRealismGenre painting

Medien

Oil on canvasOil on panel

Bemerkenswerte Werke

Tithe Collection in Skåne1865oil on canvas
Leaving Home (Dalecarlian Scene)1870oil on canvas
Høytlesning1854oil on canvas
Kvinne og barn i en årestue1883oil on canvas

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