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KünstlerSwedish

Bengt Elde

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Bengt Elde wurde am 1. Oktober 1939 in Bromma, einem westlichen Vorort von Stockholm, als Sohn eines Pfarrers geboren. Er besuchte die Konstfack, die Universität für Kunst, Handwerk und Design in Stockholm, blieb aber in vielerlei Hinsicht ein Autodidakt in seiner Sensibilität – die Schule gab ihm das Handwerk, aber seine Vision entwickelte sich nach seinen eigenen Vorstellungen. In den folgenden fünf Jahrzehnten schuf er eines der wiedererkennbarsten Werke der schwedischen Pop-Art.

Elde zog es vor, sich selbst als Tavelmålare, als Bildermaler, zu bezeichnen. Andere griffen zum Etikett des naivistischen Koloristen, was er ablehnte, aber was etwas Reales einfängt: Seine Farbbeziehungen sind kühn und direkt, seine Kompositionen neigen zum Dekorativen, ohne ins rein Ornamentale abzugleiten. Blumen füllen seine Leinwände mit einem Druck, der fast physisch wirkt. Stockholmer Stadtteile – die engen Gassen von Gamla Stan, die Uferpromenade von Strandvägen, die Dächer von Södermalm – erscheinen wiederholt, oft bevölkert von kleinen Figuren, die ihrem Geschäft nachgehen.

Eine seiner markantesten Erfindungen war eine Serie von weißen Pferden, die über der Altstadt schwebten, ein Bild, das zu einer Art persönlichem Emblem wurde. Diese Gemälde hatten ein märchenhaftes Element, ohne sentimental zu sein; die Pferde existieren im selben Raum wie die Stadt darunter, sachlich und leicht surreal. Neben seinem malerischen Werk schuf Elde auch eine Reihe von Ölgemälden mit eingebauter mechanischer Bewegung (rörlig mekanik), ein ungewöhnliches technisches Experiment, das unter der scheinbar volkstümlichen Oberfläche eine erfinderische Ader zeigte.

Seine Bilder verbreiteten sich weit über die Galeriewände hinaus. Sie erschienen auf Adventskalendern, Tabletts, Untersetzern, Postkarten, Tischsets und Krankenhauswänden – eine Reichweite in den schwedischen Alltag, die nur wenige bildende Künstler erreichen. Diese Popularität brachte ihre eigene Zweideutigkeit mit sich: Sie machte seine Arbeit wirklich sichtbar, hielt sie aber manchmal auf Distanz zur institutionellen Anerkennung.

Elde starb am 23. Januar 2015 in Nacka, östlich von Stockholm, nachdem er über fünfzig Jahre lang aktiv gemalt hatte.

Auf dem schwedischen Auktionsmarkt wurde sein Werk hauptsächlich von Stockholmer Häusern gehandelt. Auktionsrekorde verzeichnen insgesamt 19 Lose, wobei Stockholms Auktionsverk Sickla (7 Lose) und Metropol (4 Lose) führend sind. Zu den Spitzenresultaten gehören eine Stadtszene mit Figuren (Stadsmotiv med figurer) für 6.600 SEK und zwei Ölgemälde mit kinetischen Mechanismen (Oljemålning / rörlig mekanik) für je 5.000 SEK, sowie eine Schärenboot-Szene (Skärgårdsbåt med figurer) für 4.000 SEK. Die Preisniveaus sind bescheiden, aber konstant und spiegeln einen breiten Sekundärmarkt und keinen spekulativen wider.

Bewegungen

Swedish Folk ArtNaive ArtNordic Colorism

Medien

Oil paintingGouacheWatercolourMixed media

Bemerkenswerte Werke

Horses over Gamla StanOil on canvas
Stadsmotiv med figurerOil on canvas
Gamla Stan Stockholm1970Mixed media
Oljemålning / rörlig mekanikOil on canvas with kinetic mechanism

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