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KünstlerHungarian-Swedish

Bela Hradil

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Béla Adalbert Hradil wurde am 3. März 1885 in Miskolc im Nordosten Ungarns in ein kultiviertes Haus geboren – sein Vater war Musikdirektor, und Musik lag in der Familie. Nach der Mittelschule in Miskolc verließ Hradil Ungarn, um ernsthaft Malerei zu studieren: zuerst in Budapest, dann an Simon Hollósys Malschule in München und später in Berlin bei Lovis Corinth, einem der anspruchsvollsten und technisch rigorosesten Maler der späten deutschen naturalistischen Tradition. Er ergänzte diese Ausbildung durch einen Spezialkurs in der Restaurierung alter Gemälde in Paris und Mailand – Fähigkeiten, die ihm neben seiner eigenen künstlerischen Praxis sein Leben lang gute Dienste leisten sollten.

1923 wanderte Hradil nach Schweden aus, ließ sich zunächst in Malmö nieder, bevor er nach Helsingborg zog, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. 1933 wurde er schwedischer Staatsbürger. In Helsingborg baute er eine doppelte Karriere auf: Er malte beständig und arbeitete als Konservator, wobei er die in Paris und Mailand erworbenen Restaurierungstechniken anwendete, um private und institutionelle Sammlungen zu pflegen. Er blieb auch tief musikalisch – spielte Geige, Cello, Gitarre, Zither und Okarina – und pflegte Verbindungen zum Helsingborger Symphonieorchester, an dessen Aufführungen im Konzertsaal er teilnahm.

Seine Sujets waren bodenständig und häuslich: Blumenstillleben, darunter Flieder und gemischte Arrangements; Landschaften; Pferdebilder; und Porträts, die von formellen Sitzungen bis hin zu intimeren Charakterstudien reichten. Ein Porträt eines samischen Mannes, Öl auf Tafel, zeigt die Bandbreite der Themen, die er anzugehen bereit war. Seine Farbgebung war persönlich und konsistent – warm, direkt und ohne Scheu vor Reichhaltigkeit ohne Ornamentik. Er stellte mit dem Kunstverein von Helsingborg aus und war lokal als Handwerker mit echter technischer Tiefe bekannt.

Hradil starb 1968 in Skälderviken, der kleinen Küstengemeinde nördlich von Helsingborg. Auf dem Sekundärmarkt in Schweden werden seine Werke im bescheidenen Bereich gehandelt, der für regionale Maler seiner Generation typisch ist. Innerhalb unserer Plattform sind seine 22 Objekte vollständig als Gemälde katalogisiert und erscheinen bei regionalen Auktionshäusern wie Stockholms Auktionsverk Göteborg, Växjö Auktionskammare und Halmstads Auktionskammare. Zu den höchsten verzeichneten Preisen gehören 1.600 SEK für ein samisches Porträt in Öl auf Tafel und 1.100 SEK für ein Blumenstillleben. Seine Werke bleiben für Sammler zugänglich, die sich für schwedischen Regionalismus der Jahrhundertmitte mit einer mitteleuropäischen malerischen Sensibilität interessieren.

Bewegungen

NaturalismSwedish Regionalism

Medien

Oil on canvasOil on panel

Bemerkenswerte Werke

Porträtt av sameOil on panel
Blomsterstilleben med syrenerOil on canvas
Damporträtt1942Oil on panel
HölassOil on canvas

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