
KünstlerSwedish
Axel Olsson
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Im Hamnparken in Karlshamn steht ein Bronzepaar, das in entgegengesetzte Richtungen blickt – Karl-Oskar blickt aufs Meer hinaus, Kristina wendet sich zurück zu allem, was zurückgelassen wurde. Axel Olsson vollendete dieses Auswandererdenkmal 1959 und zog Wilhelm Mobergs Roman heran, um die Massenmigration von Schweden nach Amerika sichtbar zu machen. Eine Nachbildung wurde später in Lindstrom, Minnesota, errichtet, wo sich so viele dieser Auswanderer niedergelassen hatten. Das Werk fängt etwas ein, das die Malerei selten kann: das physische Gewicht des Abschieds.
Olsson wurde am 19. November 1919 in Åhus an der Küste von Skåne geboren. Er verbrachte ein Jahrzehnt auf See und arbeitete von 1935 bis 1945 als Kapitän, bevor er sich ganz der Kunst zuwandte. Er studierte an der Högre konstindustriella skolan in Stockholm unter Aron und Gustaf Sandberg sowie Nils Möllerberg – eine Ausbildung, die auf Handwerk und Materialbeherrschung statt auf akademischen Malereitraditionen basierte. Die Jahre auf See hinterließen Spuren: Hafenmotive, Fischer und Figuren von arbeitenden Menschen tauchen sowohl in seiner Skulptur als auch in seinen Ölgemälden immer wieder auf.
Über vier Jahrzehnte hinweg baute Olsson eine bedeutende öffentliche Präsenz in Skåne und Blekinge auf. Seine Bronzen stehen in Hässleholm, Tollarp, Arkelstorp, Sölvesborg und Kristianstad. „Tre trallande jäntor“ (1955), drei singende Mädchen in Bronze gegossen, steht in Kristianstad. „Lekande barn“ (1961) steht an der Möllebacksskolan in Sölvesborg. Die Figurentypen sind konsistent: Menschen bei der Arbeit oder beim Spiel, dargestellt mit einer Direktheit, die Idealisierung vermeidet, ohne in Karikatur abzugleiten. Seine Gemälde teilen diese Qualität – Hafenszenen und Figurenstudien, bei denen die Handhabung der Farbe bewusst und unaufdringlich ist.
Olsson arbeitete mit Bronze, Holz, Stein und Marmor sowie Öl auf Leinwand. Er stellte in ganz Europa aus und seine Werke sind in den Sammlungen des Blekinge Museum und des Regionmuseet Skåne dokumentiert. Er starb am 4. September 2001 in Arkelstorp, nicht weit von seinem Geburtsort entfernt.
Auf dem Auktionsmarkt tritt Olsson hauptsächlich als Bildhauer in Erscheinung. Unter den 35 auf Auctionist verzeichneten Objekten machen Skulpturen den größten Anteil aus, gefolgt von Gemälden, mit zusätzlichen Arbeiten in Druckgrafik und Keramik. Zu den höchsten erzielten Preisen gehören 6.600 SEK für ein figuratives Ölgemälde und 1.300 EUR für eine patinierte Bronze-Reduktion von „Utvandrarna“. Seine Werke werden über regionale schwedische Häuser – Ekenbergs, Stockholms Auktionsverk und Auctionet – und nicht über die großen internationalen Auktionssäle gehandelt, was einen Markt widerspiegelt, der in der Sammlerschaft von Skåne und Blekinge verwurzelt ist.