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Asta Strömberg
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Der silbrig-blaue Farbton des Glases von Strömbergshyttan kam nicht zufällig zustande. Er war das Ergebnis einer bewussten Materialerfindung von Edward Strömberg und seinem Sohn Eric, die eine Methode entdeckten, dem Kristall einen kühlen, fast metallischen Glanz zu verleihen. Als Asta Strömberg in den 1940er Jahren begann, für die Glashütte zu entwerfen, nahm sie diesen einzigartigen Materialcharakter auf und baute eine ganze visuelle Sprache darum herum auf – dicke Wände, geometrische Facettierung und Formen, die das Licht so verhalten ließen, als wäre es im Glas selbst gefangen.
Geboren als Asta Elvira Strömberg am 27. Februar 1916 in Välluvs socken in Malmöhus län, hatte sie in die Familie Strömberg und in die Glashütte eingeheiratet. Als Eric Strömberg 1960 starb, übernahm Asta die Leitung von Strömbergshyttan vollständig und vereinte die Rollen der Chefdesignerin und Geschäftsführerin des Unternehmens. Unter ihrer Führung produzierte die Hütte weiterhin die facettierten Kristallobjekte, die die Fabrik bekannt gemacht hatten – Vasen, Schalen, Kerzenständer – alle trugen die geometrische Disziplin, die sie bevorzugte.
Ihr bekanntestes Design ist die Vase "Diamant", die in den 1960er Jahren produziert wurde. Ihr diamantschliffartiges Profil behandelt den Kristall wie ein Prisma und vervielfacht die Reflexionen im Raum auf eine Weise, die ebenso ein optisches Instrument wie ein dekoratives Objekt ist. Die Form ist eckig, kompromisslos und passt perfekt in das Vokabular des skandinavischen Modernismus, der die schwedische angewandte Kunst in diesem Jahrzehnt dominierte. Andere Serien erforschten dieselbe Logik: schwere Wände, präzise geschliffen, Formen, die sich auf die Geometrie von Edelsteinen oder die gestapelten Ebenen konstruktivistischer Skulpturen bezogen.
Strömbergshyttan wurde 1976 von Orrefors übernommen und 1979 geschlossen, was die unabhängige Produktionslinie beendete, die Asta fast zwei Jahrzehnte lang geleitet hatte. Ihre Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Schwedischen Nationalmuseums für Kunst und Design (Nationalmuseum), des Metropolitan Museum of Art in New York und des Victoria and Albert Museum in London – eine ungewöhnliche Verbreitung für eine Designerin, deren Schaffen sich eng auf eine einzige Glashütte konzentrierte.
Auf Auktionen sind Stücke von Asta Strömberg heute hauptsächlich bei skandinavischen Regionalhäusern zu finden. Die 35 auf Auctionist verzeichneten Objekte umfassen Glasstücke und Kerzenständer, wobei der Spitzenverkauf 1.825 SEK für ein Set von vier signierten Vasen erreichte. Die Vase "Diamant" taucht häufig auf dem Markt auf und bleibt das meistgehandelte ihrer Designs. Die Preise spiegeln eher eine Nischenmarkt-Kategorie als große Auktionswerte wider, aber die konstante Nachfrage von Sammlern schwedischen Glases der Mitte des Jahrhunderts hält ihre Arbeiten im stetigen Umlauf.