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Arne Jones
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Arne Julius Jones wurde am 20. Oktober 1914 in Borgsjö, einer kleinen Pfarrei in Medelpad, Nordschweden, geboren. Sein Weg zur Kunst begann an der Ålsta Folkhögskola, wo eine Freundschaft mit dem Schriftsteller Lars Ahlin ihm half, die finanziellen Mittel für sein weiteres Studium zu sichern. 1942 wurde er am Königlichen Kunstinstitut in Stockholm aufgenommen, wo er unter dem Bildhauer Eric Grate studierte. Nach Abschluss seines Studiums in Schweden verbrachte er prägende Perioden in Frankreich im Jahr 1947 sowie in Italien und England im Jahr 1948, was ihn mit den Strömungen vertraut machte, die die europäische Skulptur nach dem Krieg neu gestalteten.
Das Jahr 1947 war ein Wendepunkt. Jones schuf "Katedral", ein Werk, das zu einer der meistverbreiteten schwedischen Skulpturen des zwanzigsten Jahrhunderts werden sollte und in Versionen in Göteborg, Hällefors und im Stockholmer Vorort Västertorp aufgestellt wurde. Es kündigte das Vokabular an, das er im Laufe seiner Karriere entwickeln würde: biomorphe Formen, die zu atmen scheinen, Oberflächen, die Licht in unerwarteten Winkeln einfangen, und eine strukturelle Logik, die zwischen organischem Wachstum und geometrischer Ordnung schwebt.
1949 gehörte Jones zu den Künstlern, die in der Galerie Blanche in Stockholm ausstellten, in einer Schau, die die schwedische konkrete Kunst als Bewegung definierte. Zusammen mit Olle Bonniér, Pierre Olofsson und Karl Axel Pehrson trug er dazu bei, die schwedische Skulptur von der figurativen Tradition weg und hin zur Abstraktion zu bewegen, die in Material und Form verwurzelt ist und nicht in der Darstellung. Seine Werke aus dieser Zeit umfassen "Rundlar" (1947), Kompositionen, die aus kreisförmigen und sphärischen Elementen aufgebaut sind und sein Interesse an Rhythmus und räumlicher Spannung zeigen.
Öffentliche Aufträge wurden zu einer wiederkehrenden Dimension seiner Praxis. 1952 schuf er "Vertical Composition" für die Abteilung für Physiologie an der Universität Lund, ein Werk, das Freiheit und Zuversicht in einem institutionellen Rahmen vermitteln sollte. "Resonans", eine Skulptur aus patiniertem Kupfer und Eisen, wurde im Stadtpark von Örebro aufgestellt. Diese Aufträge spiegeln den breiteren Nachkriegsehrgeiz wider, den Jones mit seinen Zeitgenossen teilte: ernste abstrakte Kunst in das alltägliche bürgerliche Leben zu bringen, anstatt sie auf Museen zu beschränken.
Er wurde Professor an der Kunstakademie in Stockholm und lehrte dort von 1961 bis 1971. 1968 vertrat er Schweden auf der Biennale von Venedig zusammen mit Sivert Lindblom. 1962 erhielt er den Preis Norrlandsbjörnen und später die Prinz Eugen Medaille für herausragende künstlerische Leistungen. Jones starb am 8. Oktober 1976 in Sollentuna bei Stockholm. Seine Werke werden weiterhin auf schwedischen Auktionen angeboten, wobei Bukowskis die Hauptbühne ist, und seine Bronzen sind wegen ihrer formalen Klarheit und emotionalen Direktheit weiterhin begehrt.