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Arne Jacobsen

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Arne Emil Jacobsen wurde am 11. Februar 1902 in Kopenhagen, Dänemark, geboren. Sein Vater Johan war Großhändler und seine Mutter Pouline Bankangestellte mit einem lebenslangen Interesse an floralen Motiven, das Jacobsens frühe künstlerische Empfindsamkeit beeinflusste. Ursprünglich hoffte er, Maler zu werden, wurde aber zur Architektur ermutigt. Nach einer Lehre als Maurer studierte er von 1924 bis 1927 an der Architekturschule der Königlich Dänischen Kunstakademie unter Kay Fisker und Kaj Gottlob.

Jacobsens frühe Karriere stand im Einklang mit der funktionalistischen Bewegung, die die skandinavische Architektur und das Design umgestaltete. Sein Wohnkomplex Bellavista (1934) in Klampenborg, nördlich von Kopenhagen, zeigte eine klare Anleihe bei Le Corbusier, passte aber gleichzeitig modernistische Prinzipien an die dänische Küstenlandschaft an. 1943, nach der geplanten Deportation dänischer Juden durch die nationalsozialistische Besatzung, flohen Jacobsen und seine Familie mit einem Ruderboot nach Schweden, wo er zwei Jahre im Exil verbrachte. Diese Erfahrung unterbrach seine Praxis, beendete sie aber nicht; nach dem Krieg kehrte er nach Kopenhagen zurück und trat in seine produktivste Phase ein.

Jacobsens Designansatz war totalitär angelegt. Als er den Auftrag für das SAS Royal Hotel in Kopenhagen (1956-1960) erhielt, entwarf er nicht nur das Gebäude, sondern jedes Element darin, von Besteck und Textilien bis hin zu den Möbeln, die ihn weltweit berühmt machen sollten. Der Egg Chair (1958) und der Swan Chair (1958), beide von Fritz Hansen produziert, wurden speziell für die Lobby und die Suiten des Hotels geschaffen. Ihre skulpturalen, schalenartigen Formen wurden durch eine innere Schaumstoffschale auf einem Glasfaser-Sockel erreicht, eine für die dänische Möbelproduktion neue Technik. Der frühere Ant Chair (1952, Modell 3100), entworfen für die Kantine des Pharmaunternehmens Novo Nordisk, war der erste erfolgreich in Serie produzierte Stuhl mit einer einteiligen Formholzschale. Sein Nachfolger, die Series 7 (1955, Modell 3107), wurde zu einem der meistverkauften Stühle der Geschichte, mit über fünf Millionen von Fritz Hansen produzierten Exemplaren.

Zu Jacobsens architektonischen Werken gehören das Rathaus von Rødovre (1956), das St. Catherine's College in Oxford (1960-1964) und die Dänische Nationalbank (1961-1978), die nach seinem Tod fertiggestellt wurde. Er erhielt 1955 die C.F. Hansen-Medaille und 1971 die Prinz Eugen-Medaille. 1957 wurde er mit dem Grand Prix auf der Mailänder Triennale ausgezeichnet. Jacobsen starb am 24. März 1971 in Kopenhagen.

Mit rund 750 Losen auf Auctionist zirkulieren Jacobsens Möbel und Designobjekte aktiv auf dem nordischen Auktionsmarkt. Der Egg Chair und der Swan Chair gehören zu den meistgehandelten skandinavischen Designstücken, wobei frühe Exemplare der Fritz Hansen Produktion erhebliche Aufschläge erzielen. Ant Chairs und Series 7 Stühle erscheinen häufig auf allen Preisniveaus. Seine architektonischen Beschläge, darunter die AJ-Schreibtischlampe (1957, produziert von Louis Poulsen) und das AJ-Besteck (1957, produziert von Georg Jensen), sind ebenfalls konstant gefragt. Seine Werke werden regelmäßig bei Bukowskis, Bruun Rasmussen und in den mit Auctionet verbundenen Häusern angeboten.

Bewegungen

FunctionalismDanish ModernismInternational Style

Medien

Molded plywoodUpholstered foam and fiberglassSteelAluminum

Bemerkenswerte Werke

Ant Chair (Model 3100)1952Molded plywood, tubular steel
Series 7 Chair (Model 3107)1955Molded plywood, tubular steel
Egg Chair1958Foam, fiberglass, upholstery, aluminum
Swan Chair1958Foam, fiberglass, upholstery, aluminum

Auszeichnungen

C.F. Hansen Medal1955
Grand Prix, Milan Triennale1957
Prince Eugen Medal1971

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