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Arne Hovmand-Olsen
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Arne Hovmand-Olsen wurde am 16. November 1919 in Egebjerg auf Fünen, der drittgrößten Insel Dänemarks, in eine Bauernfamilie geboren. Sein Interesse am Zeichnen und Basteln führte ihn 1938 zu einer Ausbildung bei dem Tischlermeister P. Olsen Sibast. Nach Abschluss dieser Ausbildung schrieb er sich 1941 an einer technischen Schule für Möbeldesign in Aarhus ein und schloss diese 1944 mit dem Ehrgeiz ab, nicht nur Möbel zu bauen, sondern sie auch zu entwerfen.
1944 eröffnete Hovmand-Olsen sein eigenes Studio, in dem er ein Vierteljahrhundert lang kontinuierlich arbeitete. Seine Werke sind fest im sogenannten Danish Modern verankert: Möbel, die sich durch präzise Handwerkskunst, zurückhaltende Silhouetten, organische Kurven und eine Vorliebe für warme, hochwertige Harthölzer – Teak, Rosenholz und Eiche – auszeichnen. Er entwarf für eine Vielzahl von Herstellern, darunter unter anderem Mogens Kold Møbelfabrik, J.L. Møller, Bramin, Jutex, Skovmand und Andersen sowie Pedersen und Knap. In Zusammenarbeit mit Niels Otto Møller entwickelte er eine Esszimmerstuhlform, die zu einem Bezugspunkt für das Genre wurde.
Zu seinen am häufigsten reproduzierten Stücken gehören der Esszimmerstuhl Modell 75 aus Teakholz für Mogens Kold (ca. 1955), der Stuhl Modell 175 (1955) und der Sessel Modell 240 für Mogens Kold (1958). Diese Stücke weisen eine familiäre Ähnlichkeit auf: schlanke, sich verjüngende Beine, dünne, aber stützende Rückenlehnen und eine raffinierte Polsterung, die den Holzrahmen nie überlagert. Hovmand-Olsen schuf letztendlich mehr als 50 verschiedene Designs, die meisten davon Sitzmöbel, aber auch Tische, Sideboards und Schränke.
Krankheit zwang ihn, sein Studio in den frühen 1970er Jahren zu schließen. Er starb 1989. Seine Arbeit ist auf dem Markt für Vintage- und Mid-Century-Design kontinuierlich in Umlauf geblieben, wobei seine Stücke regelmäßig auf skandinavischen Auktionen und auf Plattformen für Sammler in ganz Europa und Nordamerika angeboten werden.
Auf Auctionist sind Hovmand-Olsens 17 Objekte fast ausschließlich als Sitzmöbel katalogisiert – 11 Stühle und Sessel neben 3 Tischen und diversen Möbeln. Die Mehrheit der Lose wurde bei dänischen Auktionshäusern angeboten, insbesondere bei Palsgaard Kunstauktioner und Bruun Rasmussen in Aarhus, mit zusätzlichen Verkäufen bei Stockholms Auktionsverk Hamburg und Woxholt Auktioner. Ein Set von acht Teakholz-Esszimmerstühlen erzielte mit 12.703 SEK das höchste verzeichnete Ergebnis in der Datenbank, was dem breiteren Markt entspricht, wo Sets ein Vielfaches der Preise einzelner Stühle erzielen.