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Armani
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Giorgio Armani S.p.A. wurde 1975 in Mailand von Giorgio Armani und seinem Geschäftspartner Sergio Galeotti gegründet. Armani war auf unkonventionellem Weg zur Mode gekommen: eine kurze Zeit des Medizinstudiums, gefolgt von einer Tätigkeit als Schaufensterdekorateur und Verkäufer bei La Rinascente in Mailand, dann jahrelang als Designer von Herrenmode für Nino Cerruti, während er nebenbei für mehrere andere Hersteller tätig war. Seine Debütkollektion unter eigenem Namen, Herren-Prêt-à-porter für Frühjahr/Sommer 1976, führte eine Signatur ein, die prägend werden sollte: das dekonstruierte Sakko, befreit von innerer Polsterung, Schulterverstärkungen und steifen Einlagen, wodurch eine Silhouette entstand, die sich mit dem Körper bewegte und nicht gegen ihn.
Das Konzept besaß eine praktische und ästhetische Präzision, die zum Jahrzehnt passte. Damen-Maßschneiderei folgte schnell, und das Armani-Sakko, tragbar über Geschlechter, Anlässe und Kulturen hinweg, wurde zu einem der meistkopierten Kleidungsstücke in der Modegeschichte. Der Film "American Gigolo" von 1980, für den Armani Richard Gere einkleidete, markierte den Punkt, an dem die Marke aus den Fachkreisen in das breite kulturelle Bewusstsein überging. Von diesem Moment an wurde die Beziehung zwischen Armani und Hollywood strukturell: seine Designs erschienen Jahr für Jahr bei den Oscars, und er entwarf Kostüme für über 100 Filme.
Die 1980er Jahre brachten eine rasche Marktexpansion. Emporio Armani wurde 1981 als zugänglichere Zweitlinie für jüngere Konsumenten eingeführt, gefolgt von Armani Jeans und Armani Junior. 1991 kam AX Armani Exchange als lässige Linie für den amerikanischen Markt auf den Markt, die eine noch breitere demografische Gruppe ansprach. Das Portfolio wuchs weiter und umfasste Kosmetika, Düfte, Brillen, Heimtextilien, Hotels und Restaurants, wodurch das, was als Schneiderei begann, zu einem umfassenden Lifestyle-Unternehmen wurde, das in den 2020er Jahren über zwei Milliarden Euro jährlich erwirtschaftete.
Giorgio Armani blieb bis zu seinem Tod am 4. September 2025 in Mailand im Alter von 91 Jahren alleiniger Eigentümer und Kreativdirektor, eine fast beispiellose Leistung für ein großes Modehaus, das über fünf Jahrzehnte unabhängig und gründergeführt blieb. Seine beiden letzten Testamente, die kurz nach seinem Tod veröffentlicht wurden, bestimmten, dass eine Armani Foundation die Gruppe beaufsichtigen würde, mit der Anweisung, zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 15 % an einen großen Luxuskonzern zu verkaufen.
Bei einer nordischen Auktion befinden sich die bei Auctionist verzeichneten Armani-Lose, 80 Artikel verteilt auf Kolonn (11), Helsingborg (11) und Crafoord (7), fest in der Kategorie der gebrauchten Accessoires und Mode. Die Preisniveaus sind bescheiden, mit einem Spitzenverkauf von 1.510 SEK, was widerspiegelt, dass Artikel bei schwedischen Regionalauktionen typischerweise aus Emporio Armani und AX-Stücken, Krawatten, Sonnenbrillen und Accessoires bestehen und nicht aus Hauptkollektionsschneidereien. Der globale Gebrauchtmarkt für Armani ist aktiv und wächst, wobei Plattformen wie The RealReal und Vestiaire Collective ein erhebliches Volumen abwickeln, insbesondere für Blazer aus den 1980er und 1990er Jahren bei jüngeren Käufern, die sowohl von der Qualität als auch vom Nachhaltigkeitsargument angezogen werden.