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Albert Larsson
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In der Möbelstadt Tibro gründete ein Tischler namens Albert Larsson 1938 ein kleines Tischunternehmen, das schließlich 40.000 bis 50.000 Tische pro Jahr produzieren sollte. Alberts Tibro, wie die Firma bekannt wurde, entwickelte sich zu einem der produktivsten Kleinhersteller Schwedens, genau zu dem Zeitpunkt, als das skandinavische Moderne Design die Einrichtung von Wohnräumen revolutionierte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konzentrierte sich die Werkstatt ausschließlich auf Tische – Couchtische, Beistelltische und die höhenverstellbaren Multifunktionstische, die die Schweden der Jahrhundertmitte zunehmend wünschten. Larssons Entwürfe basierten auf den Materialien der Zeit: Teakholz und Messing, mit klaren Profilen und Beinen, die von konischen Pfosten bis zu schlanken Dreibeinen reichten. Die Silhouetten waren schlicht, aber nicht streng, und fügten sich harmonisch in die häusliche Ästhetik der Ära ein.
Zwei Entwürfe prägen sein Erbe am deutlichsten. Der „Albertsbordet“ (Alberts Tisch) wurde zu einem Markenzeichen – ein Teakholz-Beistelltisch, der in mehreren Varianten in den 1950er und 1960er Jahren produziert wurde und dessen Proportionen über die Iterationen hinweg verfeinert wurden. Der Sofatisch „Bumerang“ erhielt seinen Namen von der sanften Krümmung seiner Platte, einer bumerangförmigen Teakholzoberfläche auf konischen Beinen, die Form und Verspieltheit in einem Objekt vereinten. Ein weiteres wiederkehrendes Stück, „Bord på Burk“ (Tisch in der Dose), war ein kompakter Beistelltisch mit einem markanten Aufbewahrungszylinder darunter – eine effiziente Lösung für Räume, die noch bescheiden in der Größe waren.
Der dänische Möbelhersteller Brdr. Petersens Polstermøbelfabrik vertrieb einige von Larssons Beistelltischdesigns in ganz Skandinavien und erweiterte damit die Reichweite der Tibro-Werkstatt über Schweden hinaus. Diese grenzüberschreitende Präsenz spiegelte die breitere Integration der nordischen Möbelmärkte der Jahrhundertmitte wider, wo schwedische Handwerkskunst auf aufgeschlossene Abnehmer in Dänemark und Norwegen traf.
Hinweis: Die Datenbank Auctionist listet unter demselben Slug auch einen Maler namens Albert Larsson (1869-1952) aus Malmö – einen skanischen Landschaftsmaler, der bei P.S. Krøyer in Kopenhagen ausgebildet wurde. Die beiden sind unterschiedliche Personen, obwohl beide während überlappender Zeiträume auf dem schwedischen Kunst- und Designmarkt präsent waren.
Auf Auktionen stoßen die Möbelentwürfe auf beständiges Interesse. Der Sofatisch „Bumerang“ hat bei Stockholms Auktionsverk Hamburg 6.014 EUR erzielt, und Varianten des „Albertsbordet“ werden regelmäßig im Bereich von 1.000-1.300 EUR verkauft. Die Mehrheit der Lose wird bei Norrlands Auktionsverk, Stockholms Auktionsverk Hamburg und Crafoord Auktioner in Malmö und Stockholm angeboten.