
KünstlerSwedish
Albert Abbe
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Albert Abbe wurde am 10. Juni 1889 in Helsingborg, Schweden, geboren und starb am 7. Februar 1966 in Glumslöv, in der Küsten-Skåne-Gemeinde Bjuv. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung an der Tekniska Skolan in Helsingborg, dann an Caleb Althins Malschule in Stockholm – einer der prägenden privaten Akademien der schwedischen Kunstausbildung im frühen zwanzigsten Jahrhundert. 1909 studierte er in Berlin und reiste 1910 nach Paris, wo er an der Académie Colarossi unter André Lhote, dem französischen Kubisten und Lehrer, arbeitete.
Die Pariser Jahre markierten eine entscheidende Wende. Unter Lhotes Einfluss nahm Abbe Prinzipien des Kubismus und der frühen Moderne auf, und sein Werk aus den 1910er Jahren spiegelt einen experimentellen Ansatz wider, der sowohl vom Expressionismus als auch von der kubistischen Struktur geprägt war. Diese frühe Periode – kühn, fragmentiert, international orientiert – gilt heute als die begehrteste Phase seines Schaffens.
Abbe war Gründungsmitglied der Künstlergruppe De Tolv (Die Zwölf), die 1921 in Paris gegründet wurde. Die Gruppe bestand aus elf männlichen und einer weiblichen Künstlerin, alle aus Schonen, alle zwischen 1879 und 1897 geboren, vereint durch ein gemeinsames Engagement für die Moderne und die Ausdruckskraft von Farbe und Form. Die Gruppe wurde zu einem wichtigen Vehikel, um eine kontinentale modernistisch-sensible Haltung in die schwedische Kunstlandschaft zu bringen.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich Abbes Stil hin zur naturalistischen Landschaftsmalerei mit breitem, selbstbewusstem Pinselstrich und einer hohen Farbgebung, mit deutlichen Anleihen beim internationalen Expressionismus. Er konzentrierte sich zunehmend auf Motive von der Küste Schonens – die Hafenstädte Ålabodarna und Sundvik, die Gegend um Glumslöv, wo er sich niederließ, und die Binnenlandschaft um Hallandsås. Seine spätere Produktion, obwohl traditioneller, bewahrte das Gefühl von Licht und Ort, das die beste schonische Malerei der Zeit kennzeichnet.
Er ist in den Sammlungen des Moderna Museet in Stockholm, des Malmö Konstmuseum, von Prins Eugens Waldemarsudde und der Stadtmuseen von Helsingborg und Landskrona vertreten.
Auf Auctionist stammen alle 32 gelisteten Werke von Abbe aus schwedischen Auktionshäusern, derzeit sind keine aktiv. Der dominierende Verkäufer ist Helsingborgs Auktionskammare mit 11 Losen, gefolgt von den Plattformhäusern von Auctionet und Skånes Auktionsverk. Die Werke verkaufen sich bescheiden: Die Spitzenpreise in unseren Daten reichen von 1.527 bis 1.900 SEK, wobei ein Werk 450 EUR erreichte. Küsten- und Hafenmotive aus Ålabodarna und Glumslöv tauchen wiederholt in den Titeln auf, was bestätigt, dass die Landschaft Schonens das bestimmende Thema seiner Marktpräsenz ist.