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KünstlerNorwegiangeb.1848–gest.1918

Adelsteen Normann

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Eilert Adelsteen Normann wurde am 1. Mai 1848 in Bodin geboren, einer Küstensiedlung im Fylke Nordland auf einer Halbinsel zwischen Vestfjorden und Saltfjorden. Sein Vater, Johan Normann, war Kaufmann, Jagd Skipper und Teilzeitbauer; seine Mutter, Catharina Weitgan, stammte aus einer Handwerkerfamilie. Mit zwölf Jahren wurde er nach Süden zur Schule nach Trondheim geschickt, über 400 Meilen von zu Hause entfernt, und wechselte später zur Tanks Videregående Skole in Bergen. 1869 schrieb er sich an der Kunstakademie Düsseldorf ein, wo er bei dem estnischen Landschaftsmaler Eugen Dücker studierte. Er blieb bis 1872 in Düsseldorf, und die dortige Ausbildung mit ihrem Schwerpunkt auf sorgfältiger Komposition, atmosphärischer Tiefe und dem Prestige der Naturmalerei prägte alles, was danach kam.

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Ab 1883 lebte Normann in Berlin, das er für den Rest seines Lebens als Arbeitsbasis nutzte. Jeden Sommer kehrte er nach Norwegen zurück und reiste in das westliche Fjordland, in die nördlichsten Ausläufer von Nordland und den Lofoten-Archipel. Er skizzierte und fotografierte vor Ort und vollendete dann die Leinwände in seinem Atelier, eine Praxis, die unter den Düsseldorfer Malern üblich war. Das Ergebnis war ein Werk, das vor Ort beobachtete mit bewusster Atelierkonstruktion ausbalancierte. Seine Motive waren fast immer dieselben: steile Felswände, die ins dunkle Wasser abfallen, kleine Holzhäuser, Fischerboote und zunehmend die großen Dampfer, die in den 1880er Jahren Touristen in die Fjorde brachten. Die Präsenz moderner Transportmittel war nicht zufällig; Normann malte Norwegen genau in dem Moment, als es zu einem Reiseziel wurde, und die Gemälde nährten den Appetit, den sie mitgeschaffen hatten. Hotelbesitzer kauften seine Werke, um sie in ihren Lobbys aufzuhängen, und es ist vernünftig zu sagen, dass seine Leinwände das visuelle Bild Norwegens für eine Generation mitteleuropäischer Reisender prägten.

Sein internationales Ansehen in den 1880er und 1890er Jahren war beträchtlich. Er stellte in Oslo, Berlin, London, Wien, Düsseldorf, München und Paris aus. Auf dem Salon de Paris stellte er ab 1882 aus, erhielt 1884 eine Mention Honorable und 1889 eine Bronzemedaille. Er taucht auch in der Biografie von Edvard Munch auf: Es war Normann, der Munch 1892 nach Berlin einlud, ein Besuch, der für Munchs Entwicklung und letztendlich für die Entstehung von "Der Schrei" entscheidend war. Normann starb am 26. Dezember 1918 in Kristiania, eine der vielen Opfer der Grippepandemie jenes Jahres.

Auf dem norwegischen Auktionsmarkt erscheint Normanns Werk regelmäßig und erzielt für das richtige Motiv ernsthafte Preise. Grev Wedels Plass Auksjoner hat 80 seiner 86 in dieser Datenbank erfassten Lose abgewickelt, wobei Nyborgs Auksjoner den Großteil des Rests ausmacht. Der hier verzeichnete Spitzenverkauf ist 380.000 NOK für "Fjordlandskap med fjordabåt", ein Ergebnis, das auch den bisherigen Auktionsrekord des Künstlers darstellt. "Fiskeværet Reine i Lofoten i midnattsol" erzielte 240.000 NOK und "Fra Lærdal" erreichte 190.000 NOK. Diese Zahlen spiegeln einen Markt wider, der seine Lofoten- und westnorwegischen Fjordmotive über alles schätzt, wobei Mitternachtssonne und erkennbare Orte Prämien erzielen.

Bewegungen

Düsseldorf schoolRealismRomanticism

Medien

Oil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Fjordlandskap med fjordabåt
Fiskeværet Reine i Lofoten i midnattsol
Fra Lærdal
View of Sognefjord (Royal Collection)

Auszeichnungen

Mention Honorable, Salon de Paris1884
Bronze medal, Salon de Paris1889

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